Samstag, 3. Dezember 2016

Rosa - Tafjoras Weihnacht *3*

Vor einiger Zeit las ich nachfolgende  Geschichte als Statusmeldung einer Freundin auf Facebook. Sie passt ganz wunderbar in die Adventszeit, darum möchte ich sie gerne mit Euch teilen und Euch einladen, Euch Eure ganz eigenen Gedanken darüber zu machen. 



Das rosa Tütchen 

Als ich eines Tages wie immer traurig durch den Park schlenderte und mich auf einer Parkbank niederließ, um über alles nachzudenken, was in meinem Leben schief läuft, setzte sich ein fröhliches Mädchen zu mir.
Es spürte meine Stimmung und fragte: „Warum bist Du so traurig?“
„Ach“ sagte ich, „ich habe keine Freude am Leben. Alle sind gegen mich. Alles läuft schief. Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.“
„Hmm“ meinte das Mädchen, „wo hast Du denn Dein rosa Tütchen? Zeig es mir doch mal, ich möchte da gerne mal reinschauen.“
„Was für ein rosa Tütchen?“ fragte ich verwundert.
„Ich habe nur ein schwarzes Tütchen.“ Wortlos reichte ich es ihm.

Vorsichtig öffnete es mit seinen zarten kleinen Fingern den Verschluß und sah in mein schwarzes Tütchen hinein. Ich bemerkte, wie es erschrak. „Es ist voller Alpträume, voller Unglück und voller schlimmer Erlebnisse!“
„Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann man nichts ändern.“
„Hier nimm!“ meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen. „Sieh hinein!“
Mit zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen, daß es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens. Und das, obwohl das Mädchen noch so jung war!
„Wo ist Dein schwarzes Tütchen?“ fragte ich neugierig.
„Das werfe ich jeden Morgen in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum.“ sagte es. "Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mein rosa Tütchen voll zu bekommen. Da stopfe ich so viel wie möglich hinein. Und immer, wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne, traurig zu werden, dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein. Dann gehts mir sofort besser. Wenn ich mal alt bin und mein Ende droht, dann habe ich immer noch mein rosa Tütchen. Es wird voll sein bis obenhin und ich kann sagen, ja, ich hatte etwas vom Leben. Mein Leben hatte einen Sinn!“
Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte, gab sie mir einen Kuß auf die Wange und war verschwunden.
Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen.
Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein. Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuß, den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte.
Bei dem Gedanken daran mußte ich schmunzeln und mir wurde ganz warm ums Herz.
Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend, am nächsten Papierkorb mich meines schwarzen Tütchens zu entledigen.
(Verfasser unbekannt)



Ich wünsche Euch, daß Ihr in diesen Tagen, Euer rosa Säckchen mit ganz vielen schönen (Vor-)weihnachtsmomenten füllen könnt. Vielleicht durch eine Lesestunde bei heißer Schokolade mit den Kindern, Schlittschuhlaufen im Sonnenschein, Karussel fahren auf dem Weihnachtsmarkt, Plätzchenteignaschen bis nichts mehr geht und vor allem mit viel lachen!

Habt ein schönes 2. Adventswochenende!

Eure Tanja

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Tafjora´Weihnacht 2016

1.) Atempausen
2.) Dankbarkeit
3.) Rosa

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Dankbarkeit - Tafjoras Weihnacht *2*

DANKE sagen, kommt aus der Mode, habe ich gehört. Vieles wird als selbstverständlich genommen. Sich für etwas bedanken, was ich sowieso vom anderen erwarte, scheint doch gar keinen Sinn zu machen. Dennoch erwarten wir aber von unseren Kindern, dass sie "Danke" und "Bitte" sagen?! Nicht selten hört man, wie wir Erwachsene zu unseren Kleinen sagen: "Und wie sagt man jetzt?"

Diesen Satz finde ich, ehrlich gesagt, ziemlich blöde und sage ihn auch nicht. Denn meine Jungs können das auch von alleine. Vielleicht vergessen sie es ab und zu, weil sie in dem Moment überrascht oder einfach nur erfreut sind, wenn sie etwas bekommen. Manchmal vielleicht auch noch zu schüchtern, um es für Erwachsene laut und deutlich auszusprechen. Aber meistens sagen sie es und nur dann, kommt es auch von Herzen und ist genau so gemeint, wie es gesagt ist.

Außerdem hören und sehen sie es von uns Erwachsenen. Wenn ich "Dankeschön!" sage, weil mir jemand die Türe aufgehalten hat oder wenn ich mich bei ihnen bedanke. "Danke mein Schatz, dass Du mir gerade in der Küche geholfen hast!" oder "danke, dass Du Dich heute beeilt hast, damit ich pünktlich zu meinem Termin komme!"


Fragen wir uns doch heute mal, wann wir uns das letzte Mal für irgendwas bei irgendwem bedankt haben. Als Kind habe ich meine Mutter mal gefragt, warum sie in der Weihnachtszeit immer Kaffee und Pralinen, in schönes Weihnachtspapier eingepackt, mit zu unserem Hausarzt genommen hat. "Ich möchte mich bedanken, ihnen eine Freude machen, weil sie ihre Arbeit so toll machen, geduldig und freundlich sind." Auch ich freue mich heute noch, wenn ab und zu Kunden im Reisebüro vorbei kommen und mir eine Kleinigkeit schenken oder sogar eine Postkarte aus dem Urlaub schicken: "Danke Frau Hofmann, dass Sie uns so einen tollen Urlaub empfohlen haben!" Da freue ich mich immer wie ein kleines Kind über den Lutscher beim Bäcker.


Meine heutigen Friday Fives der Dankbarkeit, die jeden Freitag bei Nadine von Buntraum gesammelt werden, sind daher mal ganz alltägliche. Und vielleicht für Euch eine kleine Anregung, sich heute mal bewusst bei jemandem zu bedanken. Mit Worten oder vielleicht sogar mit eingewickelter Schokolade. Freut Euch daran, wie sie sich freuen.


1.) In meinem Bekanntenkreis gibt es viele, die in Berufen arbeiten, die uns tagtäglich das Leben erleichtern oder Hilfe geben. Sie arbeiten bei der Polizei, Bundeswehr, im Kinderheim, Alten- und Krankenpflege, im Krankenhaus oder an der Schule. Sie bekommen viel zu selten Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre liebevolle Art sich zu kümmern, den Verzicht auf geregelte Arbeitszeiten und dafür, dass sie auch dann arbeiten, wenn wir daheim bei unseren Familien sind. Am Wochenende, an Weihnachten, in der Nacht. Danke!


2.) Für meine Familie und Freunde, die immer da sind, wenn sie gebraucht werden. Durch ein Wort oder eine helfende Hand. Ohne sie, wäre vieles gar nicht machbar oder einfach nicht so schön. Danke, dass ich so sein kann wie ich bin, dass ich mich nicht verstellen oder verstecken muss.


3.) Danke an den netten Mitarbeiter von unserer Müllabfuhr. Weil er meinen Kindern immer lachend zuwinkt, wenn sie am Zaun stehen und ihm bei der Arbeit zusehen. (Stellvertretend für den Baggerfahrer, dem Tanklastwagenfahrer, dem Feuerwehrmann, alle, die sich die Zeit nehmen, meinen Kindern auch mal was zu erklären oder ausprobieren lassen ;-))


4.) Danke an meine tolle Chefin, weil sie mich nach so vielen Jahren Auszeit sofort wieder eingestellt hat und mir damit eine echte Chance gegeben hat, wieder in meinem Job Fuß zu fassen.


5.) Danke an meine Kinder, dass sie so sind wie sie sind.

Und danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, bei mir vorbei zu schauen!

Bei wem mögt Ihr Euch heute bedanken?


Bisous,


Eure Tanja


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Mittwoch, 30. November 2016

Atempausen - Tafjora s Weihnacht *1*

Endlich ist es soweit! Sagen meine Jungs. Der 01. Dezember und das 1. Türchen darf geöffnet werden. Eigentlich fängt für meine Kinder die Vorweihnachtszeit erst jetzt an. Am Sonntag, als wir die 1. Kerze am Adventskranz angezündet haben, waren sie ein bisschen enttäuscht, dass die Adventskalender nicht auch schon geöffnet werden durften.


Für uns Erwachsene heißt der 01. Dezember ja vielleicht auch ein bisschen Panik. Im November ist Weihnachten noch ein bisschen weiter weg. Es scheint, man hat noch genügend Zeit, sich und alles für das Fest der Feste vorzubereiten. Mit dem Umblättern des Kalenders auf Dezember geht es nun in großen Schritten auf Weihnachten zu.


Die letzten beiden Jahre gab es im Dezember hier auf dem Blog die Bloggers Weihnacht. Viele tolle Blogger und ihre Blogs durfte ich Euch vorstellen und sie erzählten uns von ihrem ganz persönlichen Weihnachtsfest. Ihren Ritualen, ihren Wünschen und was Weihnachten für sie bedeutet. Das hat mir sehr viel Freude bereitet, hat aber auch sehr viel Zeit gekostet. Zeit, die ich dieses Jahr einfach nicht aufbringen konnte. Letztes Jahr, kam bei mir daher auch die Weihnachsstimmung etwas zu kurz.


Dieses Jahr versuche ich einen langsameren Gang einzulegen. Für mich und meine Kinder. Die JETZT in dem Alter sind, dieses Weihnachtsgefühl zu leben. Diese ganz besondere Zeit im Jahr, der Duft, der Zauber und der Glanz, den die Weihnachtszeit mit sich bringt. Wenn sie größer und Erwachsen werden, wird Weihnachten sich nie mehr so anfühlen wie heute. Ich wünsche mir, daß auch sie sich eines Tages dann an die Weihnachtszeit ihrer Kindheit erinnern, so wie ich.


Weihnachtlich wird es trotzdem. Tafjora' Weihnacht ist mein kleiner Adventskalender. Ohne Schokolade, ohne Gewinnspiele, ohne Hochglanz. Und ich würde mich freuen, wenn Ihr dabei seid. Wann immer es Euch rein passt. Kein Stress. Ganz gemütlich!






Atempausen-


das ist mein Vorsatz für diese Adventszeit 2016.

Wann immer es geht, mal einen Gang zurück schalten. Durchatmen. Alternativen suchen. Mich fragen, brauche ich wirklich alles an diesem Weihnachtsstress? Wie perfekt muss es wirklich sein?

Reicht vielleicht auch die Hälfte vom Plätzchenteig- nach 35 Ausstecherchen verlieren die Jungs eh die Lust daran und ich steh beim Rest alleine in der Küche.


Atempausen-

Durchatmen und sich nicht stressen lassen. Andere machen es so, wir eben anders. Ich muss mich nicht vergleichen und messen.


Atempausen-

sich täglich mal 5 Minuten ganz bewusst Zeit nehmen. Das muss drin sein. Nachdenken, einen ganz bewussten Moment erleben. Genießen. Das schöne Weihnachtslied im Radio. An was erinnert es mich?


Atempausen-

Einatmen! Es riecht nach Tannenzweigen, Mandarinen, Keksen, nach Weihnachten!


Lassen wir uns ein, auf diese ganz besondere Zeit des Jahres!


Habt eine wunderschöne, entspannte Weihnachtszeit!


Eure Tanja



Dienstag, 15. November 2016

Kinderessen: Lasagne-Suppe mit Béchamel-Topping

Heute zeige ich Euch mal ganz ungeplant ein neues Lieblingsrezept von uns. Wir haben es heute Mittag zum ersten Mal ausprobiert, aber meine Jungs und ich waren sowas von begeistert, daß es dieses Essen mit Sicherheit bald wieder mal gibt.

Die Jungs sind immer noch krank zu Hause. Da sie in den letzten Tagen auch nicht wirklich Appetit und wenig gegessen hatten, gibt es jetzt natürlich Wunschessen zum aufpäppeln. 

Auf die alltägliche Frage: "Und, was wollen wir heute kochen?" kam dann auch gleich: "Lasagne!" als Antwort. 

Die klassische Bolognese-Lasagne mit Béchamel-Soße gehört zu den Lieblingsessen meiner Familie. Nur leider dauert die bei Hunger einfach zu lange. 

Zum Glück habe ich aber letztens auf Pinterest das Rezept von Kochkarussel für eine Lasagne-Suppe entdeckt, als ich nach Partyessen für meinen Geburtstag gesucht habe. Sonst wäre ich vermutlich nie im Leben auf die Idee gekommen, die Nudel-Blättchen einfach zerkleinert in die Bolognese zu geben!

Das Rezept von Mia (Kochkarussel) werde ich sicher auch bald mal ausprobieren, dafür mangelte es mir aber an den entsprechenden Zutaten und so habe ich das Rezept eben abgewandelt: Lieblingslasagne als Suppe für wenige/kleine Esser:

Lasagne-Suppe mit Béchamel-Topping






Zutaten für 1 Erwachsener und 2 kleine Kinderportionen:

Bolognese:
250 g gemischtes Hackfleisch 
300g Tomaten (ich hatte nur noch etwas mehr als 200g, das hätte aber mehr sein können) 
ODER 1 Dose stückige Tomaten
1 EL tiefgefrorene, italienische Kräuter 
Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß, Oregano, Thymian 
etwas Mehl
eventuell etwas Tomatenmark 
etwas Sahne
wer mag kann noch 1 Möhre reinraspeln 
250 ml Gemüsebrühe

6 Lasagneblättchen

Béchamelsoße:

30 g Butter
30 g Mehl
380 g Flüssigkeit (Milch oder Wasser oder halb/halb)
1 1/2 Teelöffel Brühpulver
(oder wie Ihr halt Eure helle Soße macht)

Zubereitung:


Während ich das Hackfleisch in Rapsöl angebraten habe, waren meine fleißigen Helfer dabei, die Lasagneplatten in mundgerechte Stücke zu zerkleinern:



Die gefrorenen Kräuter zum Hackfleisch dazu geben und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin, Paprika würzen. 

Etwa 1 El Mehl und etwas Tomatenmark dazu geben (wir mögen die Bolognese gerne ein bisschen sämiger) und dann mit den Tomaten (davor enthäutet, geschnitten und von den Jungs zerstampft worden) und der Brühe ablöschen.
Kurz aufkochen und nach Belieben noch einen Schuß (Koch-)Sahne dazu geben. 

Dann die Lasagneplättchen dazu geben und das Ganze mindestens 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. 
(Gelegentlich umrühren nicht vergessen, da sonst die Nudelstückchen so aneinander kleben.)

In der Zwischenzeit habe ich die Béchamelsoße im Thermomix gemacht, geht aber ja auch im Topf ganz flott. 

Thermomix:

Butter 2 Minuten / 100 Grad / Stufe 1
Mehl 2,5 Minuten / 100 Grad / Stufe 1
Flüssigkeit dazu und etwa 5-6 Minuten / 90 Grad Stufe 5



Wenn die Lasagnestückchen die gewünschte Konsistenz haben, ist Euer leckeres Mittagessen fertig:
(könnte mir vorstellen, dass ich bei doppelter Menge die Teigplättchen vorher noch abkoche, aber das muss man wohl einfach mal ausprobieren, unsere waren sehr schnell schön "kinder"-weich.)




Die Béchamelsoße kommt als Topping oben drauf- das gibt dem Ganzen nochmal einen "Kick":


Es war so lecker, dass der Topf echt ratzeputz leer war. Vielleicht sollte ich nächstes Mal doch die doppelte Menge machen, denn abends haben mich die Jungs gefragt, ob sie nicht noch ein bisschen was vom Mittagessen haben können. 

Was ist Euer Lieblings-Lasagne-Rezept? Gerne her damit, ich probiere doch so gerne Neues aus.

Noch mehr Familienrezepte findet Ihr übrigens, wenn Ihr oben auf meiner Menü-Leiste auf Familienküche/Rezepte klickt. (oder jetzt hier klicken)
Natürlich gibt es da auch Leckereien aus Frankreich. 

Habt noch eine schöne Restwoche. 

Lieben Gruß und gros bisous 

Eure
Tanja

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Sonntag, 13. November 2016

12 von 12 im November 2016 - ganz andere als geplant...

Wir hatten uns so auf dieses Wochenende gefreut. Am Freitag war unser 10. (standesamtlicher) Hochzeitstag gewesen. 10 Jahre- das klingt erst mal so richtig lange für mich und wenn man dann aber zurück blickt, denkt man: "das war doch irgendwie erst vorgestern?"

Eigentlich wollten wir ja Essen gehen und die Jungs sollten bei Oma und Opa schlafen. Das gab es so nämlich in den letzten 7 Jahren gar nicht mehr, dass wir komplett ohne Kind gewesen sind. Das Winterkind hat erst vor einigen Wochen zum ersten Mal bei seiner Tante geschlafen, aber da war mein Mann nicht zu Hause.

Dann kam aber ein Hallenturnier für Samstag Vormittag dazu und wir beschlossen, unseren Hochzeitstag lieber um einen Tag zu verschieben, weil was nützt es denn, wenn man ohne Kinder trotzdem um 7 Uhr aufstehen muss?

Meine 12 von 12 sollten heute also eigentlich so aussehen:

Schnelles Frühstück - Gassirunde - Hallenfußball vom Löwenjunge - Médaille für den 2. Platz - Kinderkram zusammen packen - Gassirunde - auf dem Weg zu Oma - Ulmer Münster bei Nacht - gemütlicher Tisch für zwei - mein leckeres Abendessen natürlich - Ulmer Altstadt bei Nacht - vielleicht noch ein leckerer Cocktail...

ABER

Wir können das glaub nicht mehr. Oder sollen das nicht. Zumindest halt nicht heute.

Denn das sind nun die heutigen 12 von 12 geworden:



Am Frühstückstisch freue ich mich über meine duftenden Rosen zum gestrigen Hochzeitstag.
Die Stimmung am Frühstückstisch ist so "na ja". Der Löwenjunge hatte gestern Fieber bekommen und war ziemlich stinkig, daß er heute nicht beim Fußballspiel mitspielen konnte.



Dafür drehte er sich Wackelzahn Nummer 6 von alleine raus. Und wollte sofort wissen, ob die Zahnfee auch bis zur Oma fliegt.



Am Vormittag war das kranke Kind zwar etwas schlapp aber ohne Fieber. Er hat mir sogar ein ganzes Buch vorgelesen (was eher untypisch ist) und auch die Hausaufgaben angefangen.



Schnelles Mittagessen für mich. Und Kaffee! Denn irgendwie bin ich auch noch etwas angeschlagen von der letzten Woche.



Wenn der Mann die ganze Woche weg ist und die Jungs krank sind, dann gibt's samstags noch ein bisschen mehr Wäsche dazu. Nur verteilt will sie auch noch werden...

Um 16 Uhr fühle ich beim Löwenjungen, er glüht. Fieberthermometer raus- 39,1.

Mein Mann und ich sind uns einig- das wird heute nichts mehr mit gemütlichem Abend zu zweit. Würden wir eh nur besorgt permanent auf's Handy schauen.

Wir sagen Oma ab und canceln die Tischreservierung. Jetzt waren wir so lange nicht mehr alleine essen, muss es heute auch nicht sein.

Die Jungs sind traurig und enttäuscht. Ich versuche sie mit einem Wohnzimmer-Picknick ein bisschen zu versöhnen.




Wir Eltern bereiten ein bisschen Wunschessen in der Küche zu,



das Winterkind breitet Decke und Kissen aus.



Dann wird lecker gegessen.



Romantisch war es dann ja doch noch.
Zumindest bis kurz nach dem Abendessen.




Das Fieberkind ist schon freiwillig mit Papa in's Bett. Da klagt das Winterkind über Bauchweh. Wir schaffen es nicht mehr bis in's Klo. Er spuckt und spuckt...



Ich lege mich zu ihm und er schläft sehr schnell ein. Zum Glück bleibe ich noch ein bisschen liegen, denn plötzlich spuckt er mich voll. Im Schlaf! Per Handy rufe ich meinen hoch zu uns. Alles ist voll, das Kind, das Bett und ich. Zu zweit bekommen wir das alles schnell hin, das Winterkind schläft sofort weiter. Später weiß er übrigens nichts mehr davon, dass er alles vollgespuckt hat und mich fragt, wo sein geliebtes Kuschelkissen denn sei.



Ich bleibe lieber bei ihm, falls noch mehr kommt und verblogge Euch den "tollen" Tag.

Mittlerweile ist es nach 1 Uhr und wir haben den 3. Schlafanzug an. Armer kleiner Kerl!

Tsja, Leben mit Kindern eben. 10. Hochzeitstage werden doch auch völlig überbewertet, oder?

Noch mehr 12 von 12 gibt es, natürlich auch heute, bei Carola von Draußen nur Kännchen.

Ich hoffe, wir bekommen noch ein bisschen Schlaf ab. Bonne Nuit.

Eure Tanja.

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Montag, 24. Oktober 2016

Gespräche mit meinem Kind: "Mama, kennst Du Hitler?"

Meine Kinder reden viel und gerne. Die Buchstaben sprudeln aus ihnen heraus- von morgens bis abends- ja und sogar im Schlaf können sie noch reden.
Der Löwenjunge beginnt kurz nach dem der Wecker geklingelt hat. Das Winterkind kommt da wohl nach mir, er braucht da morgens noch ein bisschen länger. 

Zugegeben, manchmal schwirrt mir der Kopf. Vor allem wenn beide gleichzeitig und durcheinander reden. Wenn der Tag lang war und einfach zu viele Buchstaben hatte. Aber meistens macht es mich glücklich, ja sogar stolz, dass in unserer Familie so viel geredet wird. 

Manche Gespräche sind vielleicht belanglos, es wird geschimpft, gelästert und leider auch viel zu viel geflucht. (Schulhof sei Dank, "Alter!" ) Aber HIER wird geredet.

Vor allem der Löwenjunge erzählt mir gerne von seinem Tag. Ich muss ihn selten ausfragen, denn meistens sprudelt es von ganz alleine, spätestens am Essenstisch, aus ihm raus. 
Falls der Tag nicht viel Zeit für Gespräche übrig hatte, oder irgendwas noch auf der Seele lastet, dann erzählt er es mit meistens noch beim kuscheln. Ich liebe diese Gespräche mit ihm! Da liege ich dann neben ihm und höre einfach nur zu. Wenn der Schuh drückt und er Rat sucht, erzähle ich, wie ich darüber denke, was meine Meinung ist. Manchmal beginne ich auch das Gespräch. Denn dann ist er ganz bei mir. Jetzt kann ich viel besser sagen, was ich heute nicht so gut fand, wo ich mich vielleicht geärgert habe. Dieser Zeitpunkt ist meist hundert mal besser, als am Tag, in der Situation, wo jeder vielleicht nur wütend den anderen anschreit.

Auch über Gefühle rede ich mit meinen Kindern. Wenn ich traurig bin, weil jemand krank geworden oder gestorben ist. Weil ich mich geärgert habe, ja auch wenn ich mich über mich selber ärgere und Fehler mache. 

Manchmal bin ich wirklich überrascht über die Gedanken meiner Kinder! Wenn man so zur Ruhe kommt und plötzlich erzählen sie mir, was sie so erlebt haben oder was sie beschäftigt. Es ist gut zu wissen, dass sie sich mir anvertrauen. 

Nun ist mein Großer im Sommer 7 Jahre alt geworden, geht in die 2. Klasse und die Gespräche nehmen ganz andere Dimensionen an. 

Einmal hat mir mein Löwenjunge erzählt, dass ein Mädchen aus der Schule ganz traurig war. Ihre Oma war wohl sehr krank gewesen und hatte so schlimme Schmerzen, dass sie aus dem Fenster sprang.
Ab da wußte ich, dass die "Heile-Welt-Zeit" vorbei war. 
An diesem Abend haben wir sehr lange geredet. Über den Tod von meiner Mutter, darüber, dass man manchmal zuerst keinen Ausweg sieht, sich das aber im nächsten Moment auch ändern kann. Ich bin sehr froh, dass er mir davon erzählt hat. Nicht auszudenken, was er sich sonst noch so in seinem kleinen Kopf zurecht gedacht hätte.

Völlig überrumpelt wurde ich dann gestern Abend im Bad. Wir wollten gerade Zähne putzen, als mich mein Sohn fragte: "Mama, kennst Du Hitler?" 

"Wo hast Du denn den Namen her?" wollte ich wissen, weil mir im ersten Moment auch gar nichts anderes eingefallen war. Erst mal rantasten, was da noch so kommt!

"Von L. Er hat gesagt, der Hitler ist eine Pupskanone!"

Das Winterkind kringelte sich vor Lachen: "Hitler ist ne Pupskanone, Pupskanone, Pupskanone!"

Irgendwie konnte ich die zwei beruhigen und bat meinen großen Sohn, sich mit der Antwort bis morgen zu gedulden. 

"Dieser Hitler lebt gar nicht mehr. Aber ich möchte jetzt auch vor Deinem kleinen Bruder gar nicht mehr über ihn reden, okay?"

Als die beiden dann im Bett lagen, musste ich noch immer an diese Frage, ob ich Hitler kenne, denken.
Wann hatte ich zum ersten Mal von ihm gehört? Sicher nicht mit 7 Jahren. 
Ich kenne L., von dem mein Löwenjunge das hatte und seine Eltern, sie gehen in  eine Klasse, sind befreundet und ich verstehe mich auch mit seiner Mutter total gut. Keine Ahnung wo er das aufgeschnappt hat. Ob ich sie mal fragen soll?

Versteht mich nicht falsch, ich finde nicht, dass man über Hitler nicht reden darf. Es ist wichtig, dass auch kommende Generationen unsere Geschichte kennen. Pupskanone darf man ihn meinetwegen auch nennen. Aber muss ein 7-Jähriger Junge im Jahr 2016 schon wissen, wer das war? Sie werden viel zu schnell groß, keine Frage. Aber geht nicht noch ein klein wenig heile Welt? Noch ein bisschen mehr Benjamin Blümchen, wo wenigstens am Ende immer wieder alles gut wird? 

Stattdessen kommt mein Sohn aus der Schule und ich muss ihm allein in dieser Woche was über Killer Clowns (auch das hatte er übrigens von L.) und Hitler erzählen.

Heute morgen hatte es mein Löwenjunge übrigens noch nicht vergessen. Der kleine Bruder war noch im Bett und wir waren am Frühstückstisch. 

"Dieser Hitler hat vor langer Zeit gelebt. Zu der Zeit, als Deine Oma noch ein kleines Mädchen war. Er war aber ein ziemlich böser Mann und war am 2. Weltkrieg schuld. Mehr brauchst Du heute noch gar nicht wissen, denn das lernst Du alles noch in der Schule. Du solltest aber nie Witze über andere machen oder Ausdrücke nachsagen, wenn Du nicht weißt, was das bedeutet oder wer das war, okay?"

Das reichte meinem Löwenjungen als Antwort und ich hoffe, das Thema Pupskanone ist für's Erste erledigt. Denn wie immer, bin ich mal wiede noch gar nicht soweit...


Gros Bisus
Eure Tanja 












Mittwoch, 5. Oktober 2016

Nur noch kurz die Welt retten! Oder: Was machst Du eigentlich denganzen Tag? WMDEDGT 10/16

Da hätten wir also schon wieder den 5. des Monats und da könnte ich Euch ja mal wieder mit durch meinen Tag nehmen, wenn Ihr wollt.

Denn immer am 5. eines Monats sammelt Frau Brüllen unter "WMDEDGT?" (Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?) Tagebuch-Blogeinträge.

Gerne versuche ich wieder mitzumachen, aber heute ist Mittwoch und das ist nicht so mein Lieblingstag der Woche. Ich werde hier ständig aktualisieren, zumindest wenn ich dazu komme. Mal sehen was der Tag so bringt.



06:00 Uhr
"Ich muss nur noch kurz die Welt retten..." klingelt Tim Bentzko aus meinem Wecker und mir wäre lieber, er würde "dreh Dich noch einmal rum" singen...

Irgendwie kann ich mich kaum bewegen. Gut, das fällt mir um diese Uhrzeit eigentlich immer schwer, aber heute noch viel mehr.
Wir liegen zu dritt im Floor Bed vom Winterkind und ich frage mich, wann mich meine Jungs verfolgt haben. Zu Beginn der Nacht lagen wir nämlich alle drei noch in meinem großen, breiten, angewärmten Wasserbett. Gegen 1 Uhr wurde mir das aber zu ungemütlich, denn die beiden schliefen so unruhig, dass ich dauernd wach wurde, weil mich Arme und Beine ständig von beiden Seiten boxten. Also nahm ich Kissen und Bettdecke und flüchtete in´s Kinderzimmer. Irgendwann heute nacht müssen die Jungs mich dann wohl verfolgt haben. Sie lagen jetzt zumindest wieder neben mir:
zu dritt teilten wir uns mein Kissen, die Decke und die 90 cm breite Matratze des Bodenbettes...

Ja- genau! So fühle ich mich jetzt auch!

Mit "Welt retten" ist erst mal noch gar nix, lieber Tim, ohne Kaffee läuft das nicht!
Also schleppe ich mich die Treppe runter und stolpere im Dunkel fast über unseren Hund Lana, die neuerdings gerne mitten auf einer Treppenstufe liegt. Sie schaut mich genau so verdutzt an, wie ich sie. Aber mit einem Rucks springt sie auf und wedelt mir "Guten Morgen" zu. Na ja, zumindest Lana könnte also schon mal mit dem Welt retten anfangen...

Kaffee 1.0 und Teewasser für den Löwenjungen zum Mitgeben - läuft.
Schnell zwei Mal Frühstück und zwei Brotdosen richten - läuft.

Hoch in´s Bad, da ist der Löwenjunge schon im Bad und wir richten uns.
Wieder runter.
Er liest mir heute nochmal die 2 Seiten seines Buches vor, die er heute in der Klasse vorlesen muss. Das haben wir gestern eigentlich schon so oft gemacht, dass ich vermute, dass er es gar nicht mehr vorliest, sondern schon heimlich auswendig gelernt hat...

07:15 Uhr
Warnweste und Handschuhe sind im Garderobenchaos auch wieder aufgetaucht (die ist bei uns immer nur so lange aufgeräumt, bis die Kinder nach Hause kommen... grrrr) und der Löwenjunge schmeisst sich auf den Roller und düst los. Wie machen Kinder das eigentlich mit der guten Laune am Morgen? Meine Laune wäre ja obermies, wenn ich jetzt bei der Kälte, mit dem Roller zur Schule fahren müsste...

07:30 Uhr
Ich wecke das Winterkind. Jaaaaaa, der kommt nach mir. "Lass mich in Ruhe, ich steh nicht auf!" Herrlich. Wann verlernen wir eigentlich, all das zu sagen, was wir denken????

07:45 Uhr
Er hat es tatsächlich aus dem Bett geschafft und ißt mürrisch ein halbes Nutella-Milchbrötchen und eine halbe Kiwi.

08:28 Uhr
Irgendwie haben wir es geschafft, dass wir noch pünktlich in den Kindergarten kommen. Er sieht seine Freunde, die natürlich alle schon längst da sind und springt davon. Dass er heute eigentlich "gar keinen Bock" auf Kindergarten hatte, das hat er natürlich schon längst vergessen!

08:40 Uhr
Ich bin zurück und habe leider nicht vergessen, dass mir noch immer alles weh tut.Könnte aber auch an der Erkältung liegen, die jetzt so richtig schön ausgebrochen ist.
Das mit der Welt retten muss also weiterhin warten.
Ich schleppe mich mit Lana zum spazieren. 



Die Sonne scheint herrlich, aber es geht ein ziemlich eisiger Wind. Ich muss wohl dringend meine wärmeren Sachen vom Dachboden holen. Irgendwie geht mir das zu schnell. Ich habe mich gefühlsmässig noch gar nicht vom Spätsommer verabschiedet...

09:40 Uhr 
Ziemlich durchgefroren und total kaputt komme ich wieder nach Hause. Lana bekommt ihr Frühstück und ich vernichte die Reste meiner Kinder. Etwas Marmeladenbrot, das halbe Nutella-Milchbrötchen und natürlich die halbe Kiwi. Der Kaffee 3.0 ist aber frisch und schön heiß und wärmt mich.


09:55 Uhr
Heute nur mal schnell das Nötigste! Kopf und Glieder tun eh schon weh und ich brauche noch mehr Taschentücher. Betten machen, unten schnell durchsaugen, Garderobe aufräumen (wie sinnlos) und eine Wäsche anschmeissen. Nicht dass die Maschine sonst noch denkt, wir wären im Urlaub.

10:30 Uhr
Computer anschmeissen und WMDEDGT vorbereiten.

11:00 Uhr
Ich lege mich tatsächlich nochmal hin. Mitten am Tag. Aber ich glaube, sonst überstehe ich den Tag heute nicht mehr!!!!

11:59 Uhr
Noch bevor Tim B. mich wieder daran erinnern kann, die Welt zu retten, werde ich aus dem Tiefschlaf gerissen. Das war wohl die Türklingel?! Ich schlüpfe schnell in die Jeans, die ich vor dem Bett liegen gelassen habe. Unser freundlicher Paketmann begrüßt mich. "Hey, Eure Klingel geht ja wieder?!" 
Mein Herz klopft bis zum Hals. Aber natürlich nicht wegen dem Postmann. Ich bin nur zu schnell aufgestanden und merke, es geht mir jetzt noch beschissener (darf man das so Schreiben?) als vorher. Nase zu, Hals zu, Ohren dicht. Na bravo... Hat mir ja gerade noch so zu meinem Glück gefehlt...
Irgendwo habe ich heute von einer Familie gelesen, die schon einen Essensplan für die nächsten 3 Monate gemacht hat. Hysterisches Gelächter! Ich weiß noch nicht mal, was die Kinder gleich essen sollen! Mein Tagesplan ist heute etwas durcheinander geraten...

12:30 Uhr
Tatsächlich bin ich pünktlich zur Abholzeit  am Kindergarten. Der Vormittag vom Kind scheint so anstrengend gewesen zu sein wie meiner. Himmel, die schlechte Laune hat das Kind wohl von mir...
Wir kommen nicht gleich nach Hause, weil das Winterkind seine Schuhe nicht anziehen wollte. Der Löwenjunge steht schon daheim vor der Haustüre: "Hey wo bleibt Ihr denn? Hat die Polizei Euch angehalten, oder was? Ich muss ganz dringend kackern, ey!" Ey, wann genau hat er angefangen so zu reden?????

13:00 Uhr
Die Kinder freuen sich, dass Mama heute keinen Plan hat. Es gibt nämlich Tiefkühlpizza und Flammkuchen. Immerhin belegt mit frischem Schinken und Tomaten aus dem Garten... Die Welt hab ich nicht gerettet, aber wenigstens die Tomaten!

13:28 Uhr
Den Löwenjungen schicke ich in sein Zimmer zum Hausaufgaben machen und ich verschwinde zusammen mit dem Winterkind in dessem Zimmer. Da er ja jetzt meistens keinen Mittagsschlaf mehr macht, haben wir nach dem Mittagessen eine "Stille Zeit" eingeführt. Er hört dann eine CD und spielt nebenbei. Wenn er müde ist, legt er sich auch mal hin und lauscht nur dem Hörspiel. In dieser Zeit, kann der große Bruder in Ruhe seine Hausaufgaben machen, ich ihm bei Bedarf auch mal dabei helfen oder meine eigene kurze Auszeit haben. Heute habe ich mich zu ihm in´s Bett gelegt und ihm beim Spielen zugesehen. Da ich mittlerweile auch Fieber bekommen habe, bin ich prompt irgendwann mal eingeschlafen...


14:30 Uhr
"Muss nur noch kurz die Welt retten" - zum Glück habe ich den Wecker gestellt.
Das Winterkind hat heute um 15 Uhr noch Kinderturnen. Das liebt er heiß und innig und jeden Tag fragt er mich, wann endlich wieder Kinderturnen ist... Also schnell die Sachen gepackt und los gehts.
Normalerweise nehme ich in dieser Stunde, den Löwenjungen mit und wir gehen dan in die Bücherei oder auf den Spielplatz. Heute war er aber noch nicht fertig mit seinen Hausaufgaben, also fahre ich das eine Kind hin, ziehe es schnell um und fahre dann wieder zurück zum anderen Kind.
Puh, ich bin schon wieder reif für´s Bett...Geht aber natürlich nicht.
Wir machen schnell die Hausaufgaben zusammen fertig und mein Zweitklässler liest mir noch ein paar Seiten vor. Das Lesen wird immer besser, da hat er echt fleißig geübt.

15:58 Uhr
Immerhin bekommen wir heute mal einen Parkplatz direkt vor der Turnhalle. Das Winterkind ist total aufgedreht. Der Turnlehrer fragt mich, ob alles okay sei mit mir, ich sehe heute so fertig aus. Na bravo... Danke, geht noch, nur das mit der Welt retten, werde ich auf ein anderes Mal verschieben...


16:20 Uhr
Wir haben es nach Hause geschafft. Das Winterkind ist beleidigt, nein "stinkesauer" auf mich, weil er gerne noch in den Stadtpark auf den Spielplatz gegangen wäre. Dazu fehlt mir nur leider heute jegliche Kraft und Lust. Der 7 Jährige versteht das schon und meint: "macht doch nix, Mama". Der 3-jährige sieht das anders: "das ist so gemein, ich bin echt stinkesauer!"...


16:35 Uhr
Freundebücher. Machen ja jetzt in der 2. Klasse erst Sinn, denn da können sie es selber rein schreiben. Aber im Kindergarten??? Na ja, wenigstens finden wir eine Nachmittagsbeschäftigung. Der Löwenjunge macht das für seine Schulfreundin selber, beim Winterkind muss ich helfen. Und interviewe brav meinen Sohn: "Wer ist Deine Lieblingsprinzessin?"

17:25 Uhr
Mittwoch´s gibt es früher Abendbrot als sonst, da der Löwnjunge noch in sein Wasserwachts-Training geht.

18:10 Uhr
Wir fahren zu meinem Papa. Das Winterkind bleibt ein bisschen bei seinem Opa und ich gehe mit dem Löwenjungen und unserer Lana zu Fuß zum Schwimmbad. So haben wir gleich noch unseren Abendspaziergang.

18:43 Uhr
Mein Papa liegt auf dem Boden und hat mit dem Winterkind die Holzeisenbahn aufgebaut. Was für ein schöner Anblick, da geht´s einem gleich besser. Doch wir müssen langsam gehen, denn der Kleine ist echt müde und muss in´s Bett.

19:35 Uhr
Ich ziehe gerade die Schlafzimmertüre hinter mir zu, denn mein müdes Winterkind ist schnell eingeschlafen. Da kommt auch schon mein Papa und mein Großer nach Hause. Um mir das Ganze etwas zu erleichtern, hat nämlich heute der Opa das Taxi vom Schwimmbad übernommen.
Aufgeregt erzählt mir mein Sohn erst mal, was er heute alles gemacht hat im Schwimmtraining. Wir packen die Badetasche aus, er erzählt und ißt nochmal ein Brot. 
"Ich geh mich heute schnell alleine fertig machen, Mama. Du bist ja krank." Hach so schön, oder?!

20:00 Uhr 
Als ich nach meinem Löwenjungen sehen gehe, liegt er schon im Bett. Ich lege mich dazu, aber nach nur 5 Minuten ist er auch schon eingeschlafen...

Ich gehe runter und mach mir noch die restliche Pizza von heute mittag warm. Mir ist so kalt und ich mache mir einen Tee. In unserer WhatsApp Frankreich-Gruppe erfahre ich von meinen Freunden, dass sie heute wohl nochmal 27 Grad da hatten... In Gedanken packe ich schon mal meine Koffer...Da wäre ich sicher noch nicht krank geworden...

Mein Tag geht nun auch schon zu Ende. Obwohl ich heute nichts groß auf die Reihe gebracht habe, sogar tagsüber zweimal geschlafen habe, bin ich heute nicht mehr im Stande, die Welt zu retten.Werde jetzt brav meine Medizin nehmen und mich in´s warme Bett verabschieden.



Schön, dass Ihr dabei ward.

Bis Bald, gebt auf Euch acht und bleibt gesund.

Gros Bisous,

Eure Tanja





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